20 Tipps zum Geld- und Gassparen

Energiesparen - Thermenwartung

Wie Sie die Energiekosten ohne großen Aufwand senken. Auch wenn das Einsparpotenzial unterschiedlich ausfällt: in den meisten Haushalten lassen sich die Kosten für Gas und Strom erheblich senken, indem nur einige Tipps beherzigt werden.

In der Regel zeigt sich, dass große Investitionen dafür nicht notwendig sind. Die folgenden 20 Tipps helfen dabei, mögliche Einsparpotenziale ausfindig zu machen.

1. Heizkörper nicht mit Gegenständen zustellen
Schon bei der Einrichtung eines Raumes sollte darauf geachtet werden: Der Heizkörper sollte nicht in eine Nische gequetscht und zugestellt werden. Ansonsten kann sich die erwärmte Luft nur schlecht
im Raum verteilen, die Heizwirkung fällt also gering aus.

Häufig wird dies kompensiert, indem der Heizkörper einfach weiter aufgedreht wird. Problematisch ist dabei insbesondere, dass ein größerer Anteil der Heizwärme ungenutzt in das Mauerwerk übergeht, als dies eigentlich notwendig wäre.

Das Einsparpotenzial beträgt etwa 7 % der Heizkosten.

2. Falsches Lüften
Das richtige Lüften ist schnell und einfach beschrieben: Fenster weit auf, die Heizung herunter drehen und den Raum kräftig durchlüften – nach wenigen Minuten kann das Fenster wieder geschlossen werden.

Steht das Fenster stundenlang auf Kipp, kühlen die Wände aus. Ein dann notwendiges Hochheizen erfordert besonders viel Energie.

Hier kann etwa mit einem Einsparpotenzial von 10 % gerechnet werden.

3. Richtige Raumtemperatur wählen
Das Badezimmer sollte etwa 22-24 °C warm sein, das Kinderzimmer mit 22°C temperiert, für das Wohnzimmer werden 20-21 Grad Celsius als Richtwert angesehen. Für die Küche sind 18 °C ausreichend und das Schlafzimmer sollte auf lediglich 16 °C erwärmt werden. Ein Installateur kann für die perfekte Einstellung sorgen.

Jedes °C, welches über diesen Empfehlungen liegt, erhöht den Energieverbrauch um 6 %.

4. Raumtemperatur im Urlaub senken
Es ist keinesfalls ratsam, die Heizung während eines Urlaubs oder bei einem Wochenendausflug gänzlich auszustellen. Das Auskühlen der Wände kann zu Schäden und Schimmelbildung führen,
außerdem wird viel Energie benötigt, um nach der Ankunft wieder die übliche Raumtemperatur zu erreichen.

Eine Absenkung um etwa 3-4 °C kann aber zu einem Einsparpotenzial von 9 % beitragen.

5. Nicht an der Wartung sparen
Auch wenn die Wartungskosten verursacht: ein verschmutzter Heizkessel liefert nur eine schlechte Wärmeausbeute. Mindestens alle zwei Jahre, besser aber jährlich, sollte die Thermedeshalb gewartet werden.

Der Effizienzunterschied kann problemlos bis zu 10 % betragen.

6. Zu hohe Vorlauftemperaturen einreguliert
Eine hohe Vorlauftemperatur sorgt dafür, dass viel Wärme bereitgestellt wird, ohne sie zwingend auch zu benötigen. Experten raten dazu, eine geringe Vorlauftemperatur einzustellen und diese bei Bedarf nach oben zu korrigieren.

Je nach verwendetem System kann eine um 10 °C abgesenkt Vorlauftemperatur eine Ersparnis von 5-15 Prozent der Energiekosten nach sich ziehen.

7. Fehlende Isolierung der Heizungsanlage
In die nachträgliche Isolierung von Dächern und Häuserfassaden wird viel Geld investiert. Häufig vergessen wird aber die Tatsache, dass die Heizenergie auch innerhalb des Hauses transportiert wird.

Nicht selten finden sich nur schlampig isolierte Heizungsrohre, die einen beträchtlichen Anteil der Heizenergie direkt an die Kellerdecke abgeben. Mit vergleichsweise geringem Aufwand kann hier eine lückenlose Isolierung erreicht werden, die viel Energie sparen kann.

8. Temperaturen konstant halten
Über das Absenken der Raumtemperatur wurde bereits einiges geschrieben. Dies gilt allerdings nur für den Urlaub. Im Alltag ist es tatsächlich effizienter, eine konstante Raumtemperatur
beizubehalten.

Steht das Haus oder die Wohnung für einige Stunden am Tag leer, ist es keinesfalls lohnenswert die Temperatur deutlich herunter zu drehen. Etwa 5 % Energiekosten können so gesenkt werden – vorausgesetzt, es bestehen keine deutlichen Mängel hinsichtlich der Isolierung.

9. Ofen nutzen
Wer über einen Ofen oder Kamin verfügt, sollte den im Winter durchaus nutzen. Dadurch wird nicht nur eine wohlige und gemütliche Wärme erzielt, es lässt sich natürlich auch kostbares Gas einsparen.

Es gibt immer wieder Möglichkeiten, günstig oder gar umsonst an Feuerholz zu kommen, wenn der Transport selbst organisiert werden kann. Wird der Kamin regelmäßig verwendet, ist das Einsparpotenzial in den kalten Jahreszeiten hoch.

10. Neuanschaffung von Verbrauchern prüfen
Prinzipiell ist der Gasherd ohnehin eine gute Wahl: Eine kWh Wärme kostet nur etwa ein Viertel dessen, was Nutzer eines elektrischen Herdes kalkulieren müssen. Dennoch kann es sich nach einigen Jahren lohnen, über eine Neuanschaffung nachzudenken. Ein moderner Gasherd nutzt den Brennstoff effizienter, nach einigen Jahren erscheint ein Austausch also sinnvoll.

11. Heizungsanlage modernisieren
Moderne Brennwerttechnik ermöglicht gegenüber konventionellen Gasheizungen Einsparungen von 20-30%. Wird eine ältere Anlage ausgetauscht, kann der Effizienzgewinn sogar noch erheblicher ausfallen.

Die Kosten für eine moderne Gasheizung erscheinen moderat, zumeist amortisiert sich ein neuer Kessel schnell.

12. Duschen statt Baden
Nicht nur zum Heizen, auch zur Warmwasserbereitung wird viel Energie aufgewendet. Nach einer Schätzung des statistischen Bundesamtes in Wiesbaden verbraucht ein warmes Bad in der Wanne etwa 120 l Wasser, die zunächst aufgeheizt werden müssen.

Beim Duschen werden aber lediglich 30 l Wasser benötigt, sodass hierfür auch nur ein Viertel der Energie aufgewendet werden muss.

13. Sparduschkopf verwenden
Die Technik ist simpel: Durch das Zumischen von größeren Luftanteilen wird der Wasserverbrauch beim Duschen reduziert. Während bei konventionellen Duschköpfen mindestens 15 l Wasser pro Minute
verbraucht werden, kann ein Sparduschkopf diese Menge auf 7-9 l pro Minute in etwa halbieren.

13. Fenster abdichten lassen
Deutlich mehr Energie als über die Hauswand geht durch die Fenster verloren. Nicht immer ist eine moderne Doppel- oder Dreifachverglasung notwendig, um diesen Verlust erheblich zu minimieren.

Dichtungsband ist nicht teuer und kann dafür sorgen, dass sich die Heizkosten erheblich minimieren lassen. Bei einem Einfamilienhaus mit einer Wohnfläche von 150 m² lassen sich jährlich etwa 105 Euro einsparen.

14. Isolierung hinter dem Heizkörper anbringen
Besonders ärgerlich ist der Wärmeverlust durch den Heizkörper, weil ein Teil der Wärmeenergie durch die Wände verloren geht. Mit einer Dämmung zwischen Heizkörper und Wand lässt sich dieser Verlust um bis zu 90 % senken – je Heizkörper können so Schätzungen zufolge zehn Euro Heizkosten jährlich eingespart werden.

15. elektronische Thermostat einbauen
Eine Nachtabsenkung der Temperatur kann in einigen Räumen sinnvoll sein. Elektronische Thermostate können diese Nachtabsenkung automatisieren, je Heizkörper sind so mindestens 20 Euro Ersparnis
jährlich möglich.

16. Heizkörper regelmäßig entlüften
Auch wenn das Heizungssystem eigentlich dicht sein sollte, sammelt sich nach einiger Zeit der Nutzung doch Luft in den Heizkörpern – vor allem in den oberen Stockwerken. Abgesehen davon, dass die Heizkörper so auch nicht mehr richtig heiß werden, wird viel Energie verschwendet. 25 Euro
lassen sich durch regelmäßiges Entlüften jährlich in einem durchschnittlichen Haushalt einsparen.

17. Jalousien und Rollos nachts geschlossen halten
Bereits erwähnt wurde, dass viel Energie über die Fenster verloren geht. Nachts lässt sich diese Energieverschwendung allerdings reduzieren, indem Vorhänge und Rollos konsequent geschlossen bzw. heruntergelassen werden. Hierdurch lassen sich in einem wöchentlichen Haushalt etwa 55 Euro jährlich einsparen.

18. Heizungspumpen austauschen
Heizungspumpen verbrauchen zwar Strom und kein Gas, dennoch ist hier ein erhebliches Einsparpotenzial gegeben. Eine moderne Umwälzpumpe verbraucht je nach Last nur zwischen 5 und 50 W, alte Pumpen besitzen eine permanente Stromaufnahme von 100 W. Der Austausch der Pumpe amortisiert sich aufgrund einer Energieersparnis von 100 Euro jährlich also schnell.

19. Hände mit kaltem Wasser waschen
Für die Keime macht es keinen Unterschied, ob die Hände kalt oder warm gewaschen werden – abgekocht werden die Hände ohnehin nicht. Seife entfaltet auch bei kaltem Wasser die volle Reinigungskraft, sodass das Sparpotenzial von 95 Euro jährlich in einem Dreipersonenhaushalt
durchaus genutzt werden sollte.

20. Energieberater kontaktieren
Ein Energieberater kann sich direkt vor Ort die Gegebenheiten anschauen und ein konkretes Verhaltensprofil erstellen. Auf dieser Basis kann er Tipps geben, wie sich der in der die Verbraucher künftig reduzieren lässt. Auch Hinweise zu möglicherweise sinnvollen Modernisierungen
führen dazu, dass die Gas- und Stromrechnung erheblich gesenkt werden kann.