Rohrverstopfung – Hilfe, was nun?

Jeder kennt das Problem. Das Wasser in der Spüle läuft nicht ab, die Duschwanne läuft über oder die Toilette füllt sich, wenn Sie auf die Spülung drücken. Das Rohr ist verstopft und schnelle Hilfe notwendig.

Bleiben Sie ruhig und verfallen nicht in Panik. Nicht immer muss gleich ein Handwerker zu Hilfe eilen und die Rohrverstopfung kostenpflichtig beseitigen.

In manchen Fällen sind Hausmittel oder ein wenig Eigenleistung ausreichend. In diesem Artikel erfahren Sie, warum eine Rohrverstopfung entsteht und wie Sie diese vermeiden, was Sie bei zugesetzten Rohren tun und wie Sie vorgehen können.

Was ist bei verstopften Rohren zu tun?

Fakt ist: Ist ein Rohr zugesetzt und das Wasser läuft nicht mehr ab, haben Sie im Vorfeld sichtbare Signale schlichtweg übersehen. Die Rohrverstopfung passiert nicht „über Nacht“, sondern kündigt sich in 95% aller Fälle lange im Voraus an.

Dauert der Abfluss länger als gewohnt, sollten Sie bereits handeln und damit vermeiden, dass sich ein Rohr vollständig zusetzt und irgendwann überhaupt kein Wasser mehr durchlässt.

Rohrverstopfung beim Waschbecken

Verstopfte Rohre im Waschbecken können Sie in den meisten Fällen ganz einfach selbst instand setzen und den Ablauf des Wassers wieder ermöglichen.

Das Waschbecken verfügt über einen Flusenfänger, der von Haaren, von Seifenresten und Zahnpasta zugesetzt wird.

Mit der Beseitigung der Rückstände kann das Wasser wieder fließen und die vollständige Rohrverstopfung bleibt aus.

Alternativ: Verstopfungen entstehen meist in Knicken und Kurven. Wenn Sie den Sifon abschrauben und ihn ordentlich ausspülen, hat sich die Rohrverstopfung in Ihrem Waschbecken meist automatisch erledigt.

Verstopftes Rohr in der Dusche oder Badewanne

In Duschen und Badewannen gilt das gleiche Prinzip wie beim Waschbecken. Haare und Seifenreste verhärten sich und setzen sich an den Rändern der Rohre ab.

Der Wasserdurchlass wird immer schmaler, bis er irgendwann vollständig verstopft. Mit einer regelmäßigen Reinigung des Siebes können Sie einer Rohrverstopfung und dem folgenden Rohrverschluss effektiv vorbeugen.

Warten Sie nicht, bis das Badewasser nur noch sehr langsam abläuft, denn in diesem Moment ist die Verstopfung bereits in vollem Gange und kann vor eine schwierige Reinigung stellen.

Rohrverschluss in der Toilette

Tipp: Gehen Sie mit Toilettenpapier sparsam um, werfen keine Feuchttücher ins Klo und vermeiden es, Hygieneartikel in der Toilette zu entsorgen.

Ein Rohrverschluss im Klo gehört zu den problematischsten Verstopfungen im ganzen Haushalt, da die Lösung der Probleme in den meisten Fällen nicht ohne die Hilfe eines Handwerkers möglich ist.

Bemerken Sie einen langsameren Ablauf oder einen Wasserstau in der Toilette, können Sie mit Hausmitteln oder einem speziellen Granulat für eine Vermeidung der völligen Rohrverstopfung sorgen.

Abfluss in der Küche verstopft

Eine Rohrverstopfung im Küchenabfluss ist vermeidbar, in dem Sie Speisereste auf dem Teller vor dem Spülgang abwischen und im Abfalleimer entsorgen.

Fett und Spülmittel bilden im Laufe der Zeit eine feste schmierige Schicht, die sich im Abflussrohr ablagert und für eine Verstopfung sorgt.

Nutzen Sie ein Sieb und lassen gelegentlich eine größere Menge Wasser durch den Küchenabfluss laufen, sodass die Reste keine Chance zur Festsetzung und damit zur Bildung einer Rohrverstopfung haben.

Hausmittel bei Rohrverstopfungen – das hilft wirklich

Die Saugglocke / allgemein auch Pümpel genannt, ist die beste Hilfe bei allen Rohrverstopfungen. Durch die Erzeugung von Unterdruck wird das Corpus delicti gelockert und kann in der Regel anschließend entnommen oder mit reichlich Wasser in den Abfluss gespült werden.

Ist Ihnen ein Gegenstand in die Toilette gefallen oder wissen Sie, dass Sie es mit Papier übertrieben haben, kann ein beherzter Griff in den Lokus vor Schlimmerem bewahren. Mit einem Paar Haushaltshandschuhen und ein wenig Mut haben Sie das Problem ganz ohne einen Handwerker und damit ohne teure Rechnung behoben.

Auch eine Rohrreinigungsspirale ist hilfreich und schafft Lockerung in festgesetzten Ablagerungen von Abflussrohren. Neben Hausmitteln können Sie zu einem granulierten Abflussreiniger greifen, der aber unbedingt auf Ihr Rohr abgestimmt gewählt werden muss.

Für Kunststoffrohre sollten Sie kein Produkt verwenden, das die Lösung der Rohrverstopfung mittels Hitze realisiert.

Tipp: Nachdem Sie einen aggressiven Reiniger genutzt haben, tauschen Sie die Dichtungen am Waschbecken oder der Dusche aus, da diese vom Reiniger angegriffen werden und an Dichte verlieren.

Damit aus der Rohrverstopfung kein Wasserschaden wird, prüfen Sie das Ergebnis nachhaltig und sichern sich ab, in dem Sie die Dichtungen in den offenliegenden Rohrsystemen wechseln.

Warum verstopft ein Rohr? Gründe und Ursachen

Eine Rohrverstopfung hat immer eine menschengemachte und den Zeichen der Zeit geschuldete Ursache. Die Kombination aus in den sanitären Anlagen heruntergespülten Dingen und der Bildung einer schlierigen Schicht führt zum Verschluss von Rohren.

Vor allem in Sifons und bei Rohrverlegungen über Eck sind Verstopfungen vorprogrammiert. Wenn Sie bereits bei der Verlegung der Rohre beachten, dass Wasser nicht bergauf fließt und dass sich Ablagerungen vorwiegend in Knicken sammeln, können Sie der Rohrverstopfung vorbeugen.

Widmen Sie der regelmäßigen Rohrreinigung größte Aufmerksamkeit, denn nur so können Sie verstopfte Rohre vermeiden und den häufigsten Ursachen für dichte Rohre vorbeugen.

Warum verstopfen Rohre?

Ein Rohr verstopft, weil neben Wasser weitere Dinge durch den Abfluss gespült werden. Fett, Seifenreste, Hautschuppen und Haare oder Speisereste setzen sich in den Ecken und an den Innenrändern der Abflussrohre ab.

Bei regelmäßiger Reinigung können Sie die Ablagerungen mindern und so vermeiden, dass das Rohr verstopft und am Ende nicht einmal mehr Wasser durchlässt.

Eine Rohrverstopfung ist immer das Resultat aus der normalen Nutzung des Abflusses und der Zeit, die zwischen zwei Intervallen einer Reinigung liegt.

Nur in Ausnahmefällen sind selbstverschuldete Handlungen als Ursache für eine Rohrverstopfung in Betracht zu ziehen. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie Hygieneartikel oder Feuchttücher in der Toilette entsorgen oder übrig gebliebene Kartoffeln durch die Kanalisation spülen möchten.

Bei sachgemäßem Gebrauch Ihrer Waschbecken und sanitären Anlagen beziehen sich Ablagerungen primär auf Haare und Seifen- oder Spülmittelreste, die Sie in regelmäßigen Abständen entfernen und so einer Rohrverstopfung vorbeugen können.

Wie lässt sich eine Rohrverstopfung vermeiden?

Wie bereits erwähnt, ist die Rohrverstopfung ein Problem, das Sie in Ihrem Haushalt eigenständig fördern. Vermeiden lässt sich der Verschluss ganz einfach, in dem Sie die ersten Anzeichen ernst nehmen und bei einem schlechten Wasserabfluss reinigen.

Nutzen Sie Abflusssiebe und säubern diese einmal pro Woche. Bleiben Haare und andere Ablagerungen im Sieb haften, können sie nicht ins Rohr gelangen und somit keine Rohrverstopfung erzeugen.

Auch der regelmäßige Einsatz von Rohrreinigern kann einer hartnäckigen Verstopfung nachhaltig vorbeugen und den kontinuierlichen Wasserfluss gewährleisten.

Achten Sie auf ungewöhnliche Geräusche, die sich in einem lauten Gluckern äußern. Treten diese auf, steht die Rohrverstopfung kurz bevor und kann noch abgewendet werden, wenn Sie jetzt einen Rohrreiniger nutzen oder eventuell auf eine Spirale zur Säuberung von Abflüssen zurückgreifen.

Wer zahlt die Handwerkerrechnung bei einer Havarie durch verstopfte Rohre?

Die Kostenübernahme bei einer Rohrverstopfung gehört zu den am häufigsten diskutierten Punkten im Mietvertrag. Ist der Vermieter zuständig oder haften Sie als Mieter für ein verstopftes Rohr und einen eventuell damit verbundenen Wasserschaden?

Fakt ist: Wenn ein Rohr bereits beim Einzug dicht ist, können Sie vom Eigentümer nicht in die Haftung genommen und zur Zahlung verpflichtet werden. Denn dann ist Ihre Unschuld nachweislich, da Sie die Wohnung erst bezogen und die Rohrverstopfung nicht begünstigt haben.

Anders verhält es sich, wenn ein Rohr innerhalb Ihrer Mietzeit verstopft. Denn dann handelt es sich um einen Verschleiß, der im Zusammenhang mit Ihrer Nutzung steht. Der Vermieter wird die Kosten nur übernehmen, wenn es sich nachweislich um eine Altablagerung in Rohren hinter der Wand und nicht um eine Verstopfung in der sanitären Anlage, im Sifon des Waschbeckens oder durch ein fehlendes Sieb in der Badewanne und der Dusche handelt.

Ebenso komplex ist die Abwicklung mit der Hausratversicherung, wenn sich aus einer Rohrverstopfung ein Wasserschaden ergibt. Generell ist der Schadenfall versichert, sofern Ihnen keine Schuld oder Teilschuld angelastet werden kann. Beauftragen Sie einen Handwerker, lassen Sie direkt auf der Rechnung vermerken, welcher Ursache die Rohrverstopfung entspringt.

Denn mit diesem Vermerk können Sie beweisen, ob die Haftung beim Vermieter oder bei Ihnen als Mieter liegt. Wurden Abflussrohre beispielsweise mit einem nicht ausreichenden Gefälle installiert, können Sie den Eigentümer durchaus mit der Rechnung konfrontieren und müssen eine Schuldzuweisung für die Rohrverstopfung nicht in Kauf nehmen.

Fazit: Prävention ist der beste Schutz gegen Rohrverstopfungen!

Rohrverstopfungen sind immer ärgerlich und in den meisten Fällen mit einer Handwerkerrechnung und Folgekosten verbunden. Entsteht durch die Verstopfung ein Wasserschaden, können Ihre eigene Wohnung und die darunter befindliche Wohneinheit betroffen sein.

In diesem Fall sind die Kosten enorm und Sie sollten sich direkt an Ihre Hausratversicherung wenden. Immer mehr Vermieter fordern von ihren Mietern eine Haftpflichtversicherung und sichern sich so gegen vom Mieter verschuldete Schäden an der Mietsache ab.

Dazu gehört auch die Rohrverstopfung, die Sie vermeiden und gar nicht erst entstehen lassen können. Beobachten Sie den Abfluss und haben im Blick, wenn sich eine Veränderung einstellt und das Wasser nur noch langsam oder gar nicht mehr abfließt.

Wenn Sie rechtzeitig handeln und das Rohr reinigen, können Sie die Rohrverstopfung und den damit verbundenen Ärger sowie die entstehenden Kosten auf jeden Fall vermeiden.

Tipp: Prüfen Sie, ob die Folgen einer Rohrverstopfung über Ihre Hausratversicherung gedeckt sind und nehmen die gleiche Prüfung auch bei der Haftpflichtversicherung vor. Gehen Sie sorgsam mit Abflussrohren um und vermeiden den Verschluss, in dem Sie intervallweise säubern und Heißwasser nutzen.