Schimmel in der Wohnung: So handeln Sie jetzt richtig!

Schimmel in der Wohnung

Das Wichtigste vorweg: Wenn sich grüner oder schwarzer Schimmel an den Wänden, in Ecken oder an den Badezimmerfliesen bildet, sollte man umgehend handeln und ihn entfernen. Wie Sie den Schimmel in Ihrem Zuhause bekämpfen oder ob schon der Profi ran muss? Mit diesen Tipps zum Schimmel Entfernen wissen Sie mehr!

Schimmel „versteckt“ sich gerne

In vielen Wohnungen und Häusern tritt Schimmel meist unbemerkt auf – hinter Schränken, an den Fensterfugen, im Badezimmer oder in Zimmerecken. Schimmel entsteht dort, wo sich Feuchtigkeit absetzen kann. Im Übrigen auch durch richtiges Heizen im Winter und eine gute Wärmeisolierung.

Wichtig: Wenn Sie einen muffigen Geruch wahrnehmen, sobald Sie Ihr Zuhause, einen Raum oder den Keller betreten, sollten Sie einen Fachmann kommen lassen. Dann kann der Schimmel bereits Tapeten und Mauerwerk befallen haben, sodass dies ausgetauscht werden muss. Für Mieter gilt: Nur mit Rücksprache des Vermieters einen Experten kommen lassen bzw. sollte der Vermieter in Kenntnis gesetzt werden, sodass er einen Fachmann beauftragen kann.

Grundsätzlich heißt es aber, schnell zu handeln, damit sich der Schimmel nicht ausbreiten kann oder gar zur Gefahr für die eigene Gesundheit wird.

Schimmel entfernen, aber richtig!

Nun ist der Schimmel da und Sie möchten, dass die Wände und Fliesen wieder sauber und frisch aussehen? Bloß nicht zum nächst besten Schimmelentferner greifen. Das Mittel sollte für den jeweiligen Untergrund geeignet sein. Wenn Kinder und Haustiere im Haushalt leben, sollte man gegebenenfalls über natürliche Mittel nachdenken.

Gängige Mittel gegen Schimmel: Entfernen leicht gemacht!

  • Medizinischer Alkohol: Hierbei handelt es sich um 70 %-igen Alkohol, der nicht gesundheitsschädigend ist. Man kann ihn in Apotheken kaufen. Alternativ funktioniert auf Spiritus.
  • Wasserstoffperoxid: Das entfernt nicht nur die Schimmelpilze, sondern bleicht gleichzeitig die unschönen Flecken an den betroffenen Stellen aus. Erhältlich in Apotheken oder Baumärkten.
  • Chlorhaltige Entferner: Sie entfernen den Schimmel meist in wenigen Sekunden, wenngleich sie einige Zeit einwirken sollten. Dafür sind derlei Mittel reizend für Atemwege und gesundheitsschädigend. Weniger geeignet für Haushalte mit Tieren und Kindern. Erhältlich in Drogerien und Supermärkten.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Alternativen aus dem Bereich „Hausmittel“, mit denen man, verdünnt mit Wasser, gut und gesundheitsschonend Schimmel entfernen kann.

Natürlich Schimmel entfernen

  • Essig
  • Backnatron
  • Teebaumöl oder Traubenkernextrakt

Richtig vorgehen: So geht Schimmel entfernen

Ob Sie mit Chlorreiniger oder mit Weißweinessig den Schimmel entfernen wollen: Sie sollten immer Schutzbekleidung tragen. Das heißt in jedem Fall Haushaltshandschuhe und gegebenenfalls einen Mundschutz. Dann können Sie loslegen:

1. Die betroffene Stelle frei machen von Möbeln und Gegenständen. Sind im Umfeld Möbel oder Materialien, die empfindlich sind, sollten sie abgedeckt werden.
2. Fenster und Türen öffnen oder im Badezimmer die Lüftung einschalten, damit die Reinigungsdämpfe nicht auf die Atemwege oder den Kreislauf schlagen.
3. Schimmelentferner auftragen und einwirken lassen. Alternativ: Reinigungsmittel auf einen Lappen geben und die Schimmelstelle abwischen.
4. Eventuell betroffene Möbel und Gegenstände säubern, damit der Schimmel nicht wieder auf die Wand übertragen wird.
5. Silikonfugen im Bad können einfach erneuert werden, wenn sich der Schimmel nicht entfernen lässt.
6. Putzlappen und Schutzbekleidung anschließend wegwerfen.

Wie Sie sich gegen Schimmel wappnen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten – wie das richtige Lüften (stoßweise morgens und abends) und Heizen (konstante Temperatur in allen Räumen) – gegen Schimmel. Ein Tipp: Vor allem in kleinen Wohnungen reicht es nicht aus, das Badezimmer nach dem Duschen zu lüften, um Schimmel zu vermeiden. Besser ist es, gleichzeitig ein Fenster in einem anderen Raum zu öffnen, damit Dampf und Feuchtigkeit entweichen können. Grundsätzlich kann man natürlich mit regelmäßigem Lüften den Schimmelbefall vermeiden. Darüber hinaus gibt es aber noch andere Tricks, um es Schimmelpilzen schwer zu machen.

  • Mit Anti-Schimmel-Farbe im Bad und in der Küche streichen
  • Spezielle Silikonmasse gegen Schimmel in Bad und Küche anbringen
  • Die Möbel nicht zu dicht an die Wand stellen. Die Luft dahinter kann so besser zirkulieren
  • Grillkohle in einer Dose aufstellen. Das zieht Feuchtigkeit aus dem Raum.
  • Während des Duschens die Badezimmertür geschlossen halten und erst danach den ganzen Dunst ins Freie lassen
  • Nasse Wäsche nicht in Innenräumen oder bei geschlossenem Fenster trocknen lassen

Schimmel entfernen durch den Profi

Ist der Schimmelbefall bereits auf das Mauerwerk übergegangen, besonders großflächig oder muss man gar feststellen, dass sich Feuchtigkeit immer wieder in Räumen und an den Fenstern sammelt, sollte man einen Fachmann aufsuchen. Der Grund: Möglicherweise muss mehr als die Tapete erneuert werden oder es liegt ein alter Rohrbruch vor, der saniert werden muss.

Mieter sollten sich bei größerem Schimmelbefall an ihren Vermieter wenden. Da es nicht selten zu Problemen zwischen Mieter und Vermieter über die Schuldfrage kommt, sollten Mieter ihr Lüft- und Heizverhalten dokumentieren und gegebenenfalls notieren, wann sich Feuchtigkeit trotz Lüften an Fenstern bildet. Im Zweifelsfall muss ein Gutachter klären, wie es zu dem Schimmelbefall kommen konnte.