Schimmelbekämpfung

Schimmelbekämpfung ist für viele Menschen ein relevantes Thema. Vielleicht sind Sie gerade selbst von den unangenehmen Begleiter betroffen und möchten wissen, was Sie gegen Schimmel tun können. Oder Sie möchten sich gerade allgemein informieren, um im Bedarfsfall die richtige Strategie zu kennen.

Im folgenden kleinen Artikel möchten wir Ihnen erklären, wie die Schimmelbekämpfung am besten funktioniert. Dabei geht es darum, verschiedene Arten von Schimmel zu klassifizieren und danach die richtige Technik auszuwählen, die im Kampf gegen den Mikroorganismus erfolgreich sein kann.

Schimmel erkennen – die Grundlage der Schimmelbekämpfung

Die erfolgreiche Schimmelbekämpfung macht es erforderlich, Schimmel eindeutig identifizieren zu können. Dazu gehört auch, zu wissen, auf welchen Grundlagen Schimmel entstehen kann. Grundsätzlich benötigt der Schimmelpilz, bei dem es sich um einen Mikroorganismus handelt, ganz bestimmte Lebensbedingungen, mit denen er erst gedeihen kann. Er braucht die folgenden Dinge:

– Einen geeigneten Nährboden
– Luft, also Sauerstoff
– Eine feuchte Umgebung
– Wärme

Der Nährboden für Schimmel

Schimmel kann auf allen möglichen Untergründen gedeihen, wobei die Bausubstanz von Häusern wahrscheinlich als der problematischste angesehen werden kann.

Denn bei ihr ist die Schimmelbekämpfung besonders schwierig und unter Umständen auch sehr langwierig. Die meisten Menschen suchen deshalb nach Informationen zur Schimmelbekämpfung, weil Sie an Wänden Ihrer Wohnung Schimmelpilze entdeckt haben oder vermuten.

Betroffen sein kann dabei der Putz oder das Holz, aber auch „industrielle“ Substanzen, zu denen Tapetenkleister und Farben gehören.

Etwas leichter zu managen kann der Schimmelbefall dann sein, wenn er auf weniger problematischen Nährböden auftritt. Dazu können Kleidung und Lebensmittel gehören, die im Bedarfsfall schnell entsorgt sind.

Wenn zusätzlich zu einem geeigneten Nährboden Sauerstoff, Wärme und Feuchtigkeit hinzukommen, ist eine geeignete Basis für den Schimmelbefall gelegt.

Schimmel identifizieren für die Schimmelbekämpfung

Grundsätzlich können Sie die Grundlagen der Schimmelbildung nicht erkennen. Sie sehen den Befall erst dann, wenn sich bereits größere Schimmelflecken gebildet haben, die häufig auch unangenehm riechen können.

Der Beginn des Befalls liegt in den benannten Flecken, die sich immer weiter ausbreiten und irgendwann eine größere Fläche ihres Nährbodens bedecken können. Dabei sind verschiedene Arten von Schimmel zu unterscheiden.

Hier lohnt es sich, entsprechende Differenzierungen zu treffen, um die Schimmelbekämpfung einfacher zu gestalten. Zu unterscheiden sind grundsätzlich:

– Der rote Schimmel
– Der schwarze Schimmel
– Der grüne Schimmel
– Der gelbe Schimmel
– Der Hausschwamm

Der rote Schimmel

Beim roten Schimmel, der auch als „Bäckerschimmel“ bezeichnet wird, handelt es sich um eine Schimmelart, die sich vor allem in Lebensmitteln ausbreitet. Menschen, die mit Lebensmitteln, aber auch mit Holz und seinen Produkten arbeiten, müssen auf das Vorkommen des roten Schimmels achten.

Hier gilt es vor allem, keinen Staub einzuatmen, der von rotem Schimmel befallen sein könnte. Die „Bäckerlunge“, eine Atemwegserkrankung, soll auf roten Schimmel in Getreidemehl zurückzuführen sein.

Außerdem kann diese Schimmelart auch auf Lebensmitteln (zum Beispiel Joghurt) auffallen. Bei der Schimmelbekämpfung im Gebäude ist der rote Schimmel weniger relevant.

Der schwarze Schimmel

Schwarzer Schimmel ist problematischer, wenn es um eine erfolgreiche Schimmelbekämpfung geht. Er tritt besonders häufig im Wohnraum auf und findet sich dabei vor allem an den Wänden und Tapeten.

Manchmal kommt er aber auch auf Lebensmitteln vor. Allergiker sollten unbedingt darauf achten, die Sporen des Schimmels nicht einzuatmen. Die Aufnahme über Lebensmittel kann für jeden Menschen gefährlich werden, wobei es hier auch auf die aufgenommene Menge ankommt.

Der grüne Schimmel

Schimmel, der grünlich oder grau ist, wird als „grüner Schimmel“ bezeichnet. Auch bei ihm können die ausgeschiedenen Pilzgifte das Immunsystem schwächen und die Lunge schädigen. Er tritt besonders häufig in Blumentöpfen auf, da er Feuchtigkeit besonders liebt.

Der gelbe Schimmel

Gelber oder gelb-grüner Schimmel ist in unseren Breitengraden nur wenig verbreitet, sodass bei ihm die Fragen der Schimmelbekämpfung weniger relevant werden. Dennoch ist er gefährlich, wenn er eingeatmet oder über Lebensmittel aufgenommen wird. Für seine Verbreitung sind Wärme und Feuchtigkeit in besonders hohem Maß erforderlich.

Der Hausschwamm

Beim Hausschwamm handelt es sich nicht um einen echten Schimmelpilz, sondern um einen Braunfäulepilz. Allerdings besitzt auch er große Bedeutung, wenn es darum geht, das Gebäude vor Pilzbefall zu schützen. Aus diesem Grund sollte auch seine Identifikation ein Teilbereich der Schimmelbekämpfung sein.

Schimmelbekämpfung – was ist grundsätzlich zu tun?

Schimmelbekämpfung ist dann erfolgreich, wenn es gelingt, dem Schimmel seine Grundlage zu entziehen. Aus diesem Grund sind Schimmelvorbeugung und Schimmelbekämpfung verwandte Themenbereiche.

Es gilt, Nässe und feuchte Wärme zu beseitigen; ohne diese relevanten Einflussfaktoren kann Schimmel nicht existieren. Dabei soll im Folgenden nur der Schimmel im Wohnbereich diskutiert werden.

Lebensmittel mit Schimmel sollten ohne weitere Maßnahmen entsorgt werden. Bei Kleidung können – neben einer Entsorgung – entsprechende Reinigungsmaßnahmen helfen.

Eine Maschinenwäsche bei möglichst hohen Temperaturen kann bereits viel ausrichten. Weiterhin gibt es spezielle Reinigungsmittel für die Schimmelbekämpfung bei Textilien. Nach der Reinigung sollte die Kleidung, Bettwäsche oder Tischwäsche am besten in der Sonne getrocknet werden, da die Sonnenstrahlen einen zusätzlichen austrocknenden Effekt besitzen.

Schimmelbekämpfung im Wohnraum – Feuchtigkeitsquellen identifizieren

Die Schimmelbekämpfung im Gebäude beginnt damit, Quellen für Feuchtigkeit und Nässe zu identifizieren und anschließend zu beseitigen. Dabei gibt es offensichtliche und weniger offensichtliche Möglichkeiten.

Wer im Badezimmer Schimmel entdeckt, kann bereits viel tun und darauf achten, dass nach dem Duschen oder Baden alles wieder gründlich abgetrocknet und anschließend gelüftet wird.

Ähnliches gilt für die Waschküche, bei der vergleichbare Probleme auftreten können. Manchmal ist es aber nicht so einfach. Zum Beispiel können Risse im Mauerwerk für die Schimmelentstehung verantwortlich sein.

Durch diese kann Feuchtigkeit in den Innenraum eintreten. Auch ein defektes Dach oder beschädigte Dachrinnen können zu Feuchtigkeitseintritt führen. Problematisch kann auch ein Wärmeübergang sein, der an einer Mauer, aber auch an Möbeln auftreten kann.

Es kann sogar passieren, dass die nicht vollständige Trocknung nach einem Bau eine Ursache für die Schimmelbildung und damit die Basis für die Schimmelbekämpfung ist.

Hilfreiche Maßnahmen für die Schimmelbekämpfung

Grundsätzlich gilt: Wenn es um Schimmelbekämpfung geht, dann sollte das Basismaterial, auf dem sich Schimmel angesammelt hat, möglichst beseitigt werden.

Bei einer Beseitigung ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Bekämpfung des Schimmels funktioniert hat, besonders hoch. Darüber hinaus kommt der Beseitigung von Feuchtigkeitsquellen eine große Bedeutung zu.

Richtiges Lüften sollte darüber hinaus eine obligatorische Maßnahme sein. Wenn also die Tapete an der Wand befallen ist, sollten Sie den Aufwand auf sich nehmen, und für eine funktionierende Schimmelbekämpfung die Tapete vollständig von der Wand lösen.

Nur so vermeiden Sie, dass sich der Schimmelbefall bis auf die Wand ausdehnt. Falls Sie eine Feuchtigkeitsquelle in der Wohnung haben (zum Beispiel einen Zimmerbrunnen oder ein Aquarium), kann es sich lohnen, diese zu entfernen.

Schimmel abwischen – eine weitere Maßnahme der Schimmelbekämpfung

Wenn sich der Schimmel noch nicht weit ausgebreitet hat, kann es bereits ausreichend sein, wenn Sie zur Schimmelbekämpfung den Befall lediglich abwischen. Je nach Unterlage kann es statt einem Abwischen auch das Absaugen mit einem Staubsauger sein.

Zum Abwischen sollten Sie 70- bis 80-prozentigem Ethylalkohol (Ethanol) verwenden. Essig als häufig empfohlenes Hausmittel sollte hingegen nicht eingesetzt werden, da Sie hier bei bestimmten Untergründen das Risiko einer Neutralisierung eingehen.

In der Dusche und allgemein im Badezimmer kann anfänglicher Schimmel häufig mit einem einfachen Lappen oder einer Bürste entfernt werden. Dabei gilt: Je schneller solche Maßnahmen ergriffen werden, desto besser.

Richtig lüften – unverzichtbar für eine erfolgreiche Schimmelbekämpfung

Unverzichtbar ist das richtige Lüften. Es beseitigt Nässe und Luft mit angestauter Wärme, sodass Sie mit diesem Mittel der Schimmelbekämpfung dem Mikroorganismus seine Lebensgrundlage entziehen. Es ist nicht ausreichend, nach Belieben zu lüften, da sich in diesem Fall weitere Feuchtigkeit ansammeln kann.

Am besten ist es, möglichst früh am Tag zu lüften, da sich hierdurch die Wahrscheinlichkeit der Bildung von Kondenswasser verringert. Am frühen Morgen ist die Außenluft noch kühl, während warme Luft zur weiteren Feuchtigkeitsbildung an kühlen Wänden führen kann.

Regelmäßige Kontrolle verhindert komplizierte Schimmelbekämpfung

Grundsätzlich können Sie anfänglich entstandenen Schimmel selbst entfernen, wenn es sich nicht um einen schwierigen Untergrund handelt. Achten Sie also darauf, regelmäßig Ihre Räumlichkeiten zu kontrollieren.

Vermeiden Sie mögliche Einflussquellen von Feuchtigkeit und sorgen Sie dafür, dass regelmäßig korrekt gelüftet wird. Ein muffiger Geruch in der Wohnung sollte Sie aufmerksam machen.

Ähnliches gilt für schwarze Flecken an den Möbeln oder an den Wänden. Wenn Sie entsprechende Entdeckungen machen, sollten Sie gleich mit einer geeigneten Maßnahme der Schimmelbekämpfung beginnen bzw. die Quelle der Feuchtigkeit aufspüren lassen.